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Die Entstehung der Garde

Die Prätorianer (lat. praetoriani) waren keine Leibwächter sondern eine Garde. Der Personenschutz und die Bewachung ist zwar auch eine Aufgabe der Garde, doch eine Garde hat weitaus mehr Aufgaben, in sich repräsentative Funktionen und steht nur einem Souverän zu. Eine Leibwache hingegen kann sich jedes Unternehmen zulegen.

Bereits zu republikanischen Zeiten wurde der Name cohors praetoria von Feldherren benutzt und lässt sich mindestens bis zur Familie der Scipionen um das Jahr 275 v. Chr. zurückverfolgen.
Die Liktoren (lat. lictores) der höheren Ränge des cursus honorum und die extraordinarii wurden nach und nach zu den ersten Truppen der Prätorianer vereinigt. Die erste Einheit, die den Namen Prätorianer trug, wurde um 138 v. Chr. geschaffen.

Im Jahr 27 v. Chr., nach seinem Sieg über Marcus Antonius, legte Augustus seine eigenen Truppen mit denen seines Gegners symbolisch zusammen und rekrutierte aus den Rängen der Legionen aller Provinzen die Präterianergarde. Nur 3 von 9 Kohorten wurden zu Beginn in Rom stationiert, während die restlichen Kohorten in den übrigen Städten der Umgebung Roms verteilt wurden. Auch die 3 Kohorten wurden auf mehrere Standorte verteilt. So konnte von einzelnen Kohorten keine Bedrohung ausgehen.

Liktoren (lat. lictores zu ligare, "binden")

Liktoren waren Diener im Römischen Reich die als Leibwache den König schützen sollten. Später waren sie Amtsdiener die den höheren Staatsbeamten bei öffentlichen Auftritten voranschritten und sie auch umringten.
Cursus honorum (Ehrenlaufbahn)

Cursus honorum ist die Bezeichnung der traditionellen Abfolge der Magistraturen, die Ämterlaufbahn, die Politiker der Römischen Republik durchliefen und die prinzipiell noch in der römischen Kaiserzeit fortbestand.
Extraordinarii (Elitetruppen)

Extraordinarii waren eine zusätzliche Schutztruppe der Amtsträger, da die Liktoren ihrer Aufgabe allein nicht mehr gewachsen waren.
 
 
copyright cohors v praetoria, MMXI, letzte aktualisierung: März 2012